Tipps zum Zimmertüren steichen

Mit Laufe der Zeit kann eine Zimmertüre einiges an Wundmalen erleiden. Dazu gehören unter anderem Kratzer, Dellen oder andere Beulen.

Aus diesem Grund sollte sich jeder nach einigen Jahren um die Pflege seiner Zimmertüren kümmern. Viele denken, dass die Türe zum Teil durch eine komplett neue ersetzt werden muss. Allerdings ist das nur in den seltensten Fällen der Fall. Meist reicht ein neuer Anstrich vollkommen aus. Natürlich hängt es auch vom Material der Türe ab. Welche Schritte dafür erforderlich werden und welche Tipps sich am besten bewährt haben, soll der folgende Artikel zeigen. Dann sollte dem Streichen nichts mehr im Weg stehen.

Welche Schritte werden erforderlich?
Das Streichen einer Türe ist kein Hexenwerk. Der große Vorteil an der Sache ist, dass immer die gleichen Schritte notwendig sind. Dabei handelt es sich um:

Schritt 1) Aushängen der Türe
Zunächst einmal muss die Türe ausgehängt werden und das hat einen bestimmten Grund. Wer eine feste Türe streicht, läuft Gefahr Wände und andere Objekte zu verunstalten. Idealerweise wird in zwei Blöcken gearbeitet.

Schritt 2) Reinigung vom Untergrund
Ein sauberer Untergrund ist das A und O. Schließlich soll die neu lackierte Türe nicht im Dreck liegen. Gröbere Schmutzpartikel könnten so in die neue Farbe verewigt werden. Wer ihn nicht reinigen möchte, sollte ihn mindestens anrauen.

Schritt 3) neuer Anstrich
Im letzten Schritt geht es an den neuen Anstrich. Dieser sollte bei Möglichkeit fachgerecht aufgetragen werden.

Türen aus Holzflächen streichen
Grundsätzlich gibt es unterschiedliche Arten von Türen. Neben Holz sind auch Metall und Kunststoffoberflächen möglich. Früher und auch heute wurden die meisten Modelle aus massivem Holz gefertigt. Das Renovieren ging dort noch recht einfach. Meist wurde die alte Farbe mit einer Lötlampe heraus gebrannt, nachgeschliffen und dann neu lackiert. Beim heutigen Streichen gibt es viele Ähnlichkeiten aber auch den ein oder anderen Unterschied.

Wichtig dabei ist die Oberfläche von der Türe. Zimmertüren aus Vollholz, lackierten Spanplatten oder Holzfurnier unterscheiden sich kaum. Der Untergrund wird in vier Schritten vorbereitet:

=> Abbrennen
=> Abbeizen
=> Anlaugen
=> Abschleifen

1) Abbrennen
Der erste Schritt befasst sich mit dem Abbrennen. Dabei handelt es sich um die radikalste Methode. Allerdings kann sie nur verwendet werden, wenn die Tür lackiert ist. Denn bei einer starken Erhitzung beginnt der Lack sich in Blasen zu bilden und blättert nach und nach ab. Dann braucht es nur noch einen breiten Spachtel zum Nachhelfen, um die letzte Dreckschicht entfernen zu können. Hier ist allerdings große Vorsicht geboten. Bei der anschließenden Lasur werden weder Kratzer noch Flecken abgedeckt, die durch den Spachtel verursacht worden sind. Lack ist hoch entzündlich und kann das darunter befindliche Holz schnell abbrennen.

2) Abbeizen
Eine weitere radikale Möglichkeit und somit der zweite Schritt, ist das Abbeizen. Dort wird mit chemischen Stoffen gearbeitet, die ätzend sind. Unter anderem verwendet werden können:

-> starke Laugen
-> Lösungsmittel

Danach wird die Farbe entweder aufgeweicht oder in wahrsten Sinne des Wortes „weggefressen“. Beize sind in der Regel ab 500 ml im Handel erhältlich. Sie werden mit einem resistenten Pinsel aufgetragen und auf das Naturhaar aufgetragen. Anschließend einwirken lassen. Die Wartezeit beträgt meist etwa eine Stunde. Weitere Angaben lassen sich auf der Verpackung finden. Entsorgt werden die Reste im Sondermüll.

3) Anlaugen
Im dritten Schritt geht es ans Anlaugen. Dabei handelt es sich um starke Reinigungsmittel, welche Fett und Schmutz von der Zimmertüre entfernen sollen. Mit einem fusselfreien Tuch lassen sich erste Flächen von Schmutz befreien. Beim Anlaugen geht es mehr darum die Farbschicht anzurauen. Ähnlich wie bei Sandpapier.

4) Abschleifen
Im letzten Schritt geht es ums Abschleifen. Hier handelt es sich mehr oder weniger um die klassische Art eine Zimmertüre für den Anstrich vorzubereiten. Benötigt wird Sandpapier oder Schleifleinen. Als Unterstützung dient eine Schleifmaschine.

Welches Werkzeug wird benötigt?
Für die einzelnen Schritte wird natürlich passendes Zubehör benötigt. Nur so kann die Arbeit schnell und effizient durchgeführt werden:

– Abbrennen: Heißluftpistole, Propangasbrenner (mit Kartusche / Gasflasche)
– Abbeizen: breiter Spachtel mit einem flachen Pinsel
– Anlaugen: fusselfreies Tuch
– Abschleifen: Tellerschleifer, Schleifpapier

Fazit
Das Streichen einer Zimmertüre kann viele Gründe haben. Entweder möchte man einen neuen Look haben oder der alte Lack ist renovierungsbedürftig. Die genauen Schritte wurden bereits weiter oben erklärt. Außerdem kann es nicht schaden ein Klebeband vorzubereiten. Ein Eimer mit klarem Wasser sowie Reinigungstücher gehören dazu. Es kann natürlich immer wieder vorkommen, dass sich an den Türen kleine Risse befinden. Deswegen empfiehlt es sich etwas Spachtelmasse vorzubereiten. Nach der richtigen Behandlung muss die Zimmertüre nur noch mit der neuen Farbe bestrichen werden.

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